Vinyl-Fertigparkett verlegen: So geht’s!

vinyl_mädchen auf BodenEin Vinylboden besteht aus einem weit verbreiteten Kunststoff, dem PVC. Das Material ist nicht nur aufgrund seines relativ geringen Preises sehr beliebt, sondern es zeichnet sich auch durch Langlebigkeit, Feuchteresistenz und große Pflegeleichtigkeit aus. Außerdem ist Vinyl-Fertigparkett besonders abriebfest und besitzt eine relativ geringe Aufbauhöhe. Wie lässt sich Vinyl-Fertigparkett verlegen?

Dies sind die notwendigen Vorarbeiten

Stellen Sie einen sauberen, trockenen, ebenen und rissfreien Untergrund her, bevor Sie mit dem Verlegen des Vinyl-Fertigparketts beginnen. Um Feuchtigkeitsprobleme im Boden zu vermeiden, empfiehlt sich bei mineralischen und Untergründen oder in feuchten Räumen die Verwendung einer Dampfsperr-Folie, die auf der gesamten Fläche überlappend verlegt wird.

Legen Sie Ihr Fertigparkett mindestens 24 Stunden lang unverpackt in den Raum, bevor Sie es einbauen, so kann sich das Material gut akklimatisieren. Achten Sie auf eine Raumtemperatur von etwa 20 °C und eine moderate Lufteuchte von 50 bis 60 %. In einem Neubau sollten also bereits Heizung und Fenster installiert sein.

Verlegen ohne Kleben: So einfach ist das!

Die einzelnen Elemente des Vinyl-Fertigparketts sind mit einem Nut- und Federsystem ausgestattet, sodass sie sich im Klicksystem aneinanderfügen lassen.

  • Verlegen Sie das Vinyl-Fertigparkett vorzugsweise längs zum Lichteinfall.
  • Sägen Sie die zur Wand weisende Feder der ersten Dielen ab.
  • Halten Sie mindestens 1 cm Abstand zur Wand (Dehnungsfuge), bei größeren Flächen mindestens 1,5 cm.
  • Verlegen Sie die nächste Dielenreihe versetzt zur ersten Reihe, am besten im Halbverband.
  • Schieben Sie Nut und Feder stets fest ineinander, sodass die Dielen bündig liegen.
  • Für das Zusammenfügen der Kurzkanten können Sie eine spezielle Schlagleiste verwenden.
  • Die letzte Dielenreihe lässt sich gut mit einem Zugeisen eindrücken, sie wird vorher unter Beachtung der Dehnungsfuge auf passende Breite zugesägt.

Das Vinyl-Fertigparkett ist nach dem Verlegen sofort begehbar!

Kunststoff-LeistenMit Sockelleisten für ein schönes „Finish“ sorgen

Mit der passenden Sockelleiste überdecken Sie die Dehnungsfugen und sorgen für einen perfekten Abschluss zur Wand. Auch diese Leisten gibt es mit einfachem Klicksystem zu kaufen, sodass die Arbeit schnell von der Hand geht.

 

 

Unser Tipp: Rohrrosetten decken die Bohrlöcher für Heizungsrohre optimal ab, damit auch in diesem Bereich ein stimmiges Bild entsteht.

4 Gedanken zu „Vinyl-Fertigparkett verlegen: So geht’s!

  1. Hallo Elisabeth,

    schöner Beitrag. Informativ und sauber geschrieben wie gewohnt. Diese Tipps hätte ich wohl etwas früher gebrauchen können, was aber natürlich nicht an dir liegt 🙂

    Denn in einer Ecke unseres Wohnzimmers quietscht es leicht wenn man dort mehrmals auftritt und es gibt ebenfalls leicht nach. Könnte das nachgeben ein
    Zeichen für eine Wassereinlagerung sein?

    Danke im Voraus und Mfg Martina

    • Hallo Martina,

      danke für deinen freundlichen Kommentar, das tut mir natürlich gut 🙂

      Wenn sich Feuchtigkeit unter einem Vinylboden anlagert, dann quillt das betreffende Paneel in der Regel auf.
      Wahrscheinlich wird man in diesem Fall kleine Unebenheiten sehen, aber es quietscht nicht.

      Das Quietschen und Nachgeben deutet eher darauf hin, dass vielleicht kein genügender Spannungsausgleich vor dem Verlegen stattgefunden hat, d.h. der Bodenbelag wurde nicht lang genug im Raum gelagert. Die Dehnungsfuge reicht eventuell nicht aus, um das sich dehnende Material von der Wand fernzuhalten, es entstehen Spannungen in der betreffenden Ecke. Manchmal liegt es auch an einem in der Dehnungsfuge verlegten Kabel, das den Spannungsausgleich verhindert.

      Wenn es sehr stört, dann schau doch einfach einmal nach: Entferne die Sockelleiste und wirf einen Blick unter die Paneele. Wenn du das Problem geortet hast, kannst du es wahrscheinlich auch beheben (Paneele zur Wand hin kürzen oder Kabel aus der Dehnungsfuge entfernen und hinter der Sockelleiste anbringen).

      Schönen Gruß,
      Elisabeth

  2. Hallo,
    feuchte ist natürlich immer das Schlecchteste was passieren kann. Ist ja am Bau allgemein so. Aber einen so kompetenten Kommentar wie von Elisabeth Fey liesst man auch selten. Wunderbar.
    Ich selber bevorzuhge lieber fugenlose Bodenbeläge in Form von minerlischen Bodenbelägen. Das sind zwar häufig Industriebodenbeläge, aber die sind gleich Wasserabweisend und ausserdem kratzfest… Da kannst du ja mal ein Auge darauf werfen 😉

    beste Grüsse
    Alex

  3. Hallo zusammen,

    erstmal vielen Dank für den schönen Beitrag. Insgesamt gefällt mir der Blog sehr gut. Bitte immer weiter machen und nie aufhören 🙂

    Wichtig ist einfach, dass der Vinylboden mehr oder weniger trocken gelagert wird. Ich habe jetzt zusammen mit meinem Kumpel bei ihm und seiner Frau Vinylboden verlegt. Seine Frau war hellauf begeistert, weil man ja wirklich direkt danach den Boden betreten kann.

    Lieben Gruß
    Chris

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